Gastgeberverzeichnis automatisiert: Wie Tourismusorganisationen vom Datenchaos zur pünktlichen Druckvorlage kommen

Gastgeberverzeichnis professionell gedruckt – Tourismusverzeichnis aufgeschlagen

Wer einmal bei einer Kurverwaltung, einem Stadtmarketing oder einem Tourismusverband in die Produktionsküche geschaut hat, weiß, was in den Wochen vor dem Saisonstart passiert. Dutzende, manchmal hunderte Unterkunftsbetriebe haben Änderungsmeldungen eingereicht. Neue Betriebe müssen aufgenommen werden. Betriebe, die aus dem Programm ausgeschieden sind, müssen entfernt werden. Preise haben sich geändert. Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Ausstattungsmerkmale, Kategorien.

Und das alles muss in ein gedrucktes Verzeichnis, das pünktlich zum Saisonstart in den Touristinformationen, Reisebüros und Direktvertriebskanälen vorliegen muss.

Das Gastgeberverzeichnis ist ein unterschätztes Printprodukt. Von außen wirkt es wie eine aktualisierte Liste. Von innen ist es ein komplexes Datenprojekt mit strikten Qualitätsanforderungen, einem harten Zeitplan und vielen beweglichen Teilen. Dieser Artikel beschreibt, was wirklich hinter der Produktion eines Gastgeberverzeichnisses steckt – und warum Tourismusorganisationen, die diesen Prozess professionalisieren wollen, gut beraten sind, mit einem spezialisierten Dienstleister zusammenzuarbeiten.


Das Gastgeberverzeichnis: Ein Printprodukt mit einzigartigem Produktionsdruck

Kein anderes Printprodukt in der Touristikbranche vereint so viele Datensätze, so viel Heterogenität in der Datenlage und so wenig Zeitspielraum wie das Gastgeberverzeichnis. Das ist keine Übertreibung – es ist eine strukturelle Realität, die sich aus der Natur des Produkts ergibt.

Die Datenmengen im Gastgeberverzeichnis

Ein großes Stadtmarketing-Verzeichnis kann 500, 800 oder sogar mehr als 1.000 Unterkunftsbetriebe umfassen. Jeder Betrieb ist ein eigenständiger Datensatz: Name, Adresse, Kontaktdaten, Kategorie (Hotel, Pension, Ferienwohnung, Campingplatz usw.), Ausstattungsmerkmale (Anzahl Zimmer, WLAN, Parkplatz, Haustiere erlaubt, barrierefrei, etc.), Preiskorridor, Zertifizierungen (Sterne, DTV-Klassifizierungen, andere Gütesiegel), Foto.

Das macht bei einem Verzeichnis mit 600 Betrieben und 25 Datenfeldern pro Betrieb 15.000 einzelne Datenpunkte – die alle korrekt, aktuell und einheitlich formatiert sein müssen. Im Druck. Und pünktlich.

Hinzu kommen die übergeordneten Strukturelemente: Kapitelseiten für verschiedene Regionen oder Kategorien, Kartenmaterial, Einleitungstexte, Indizes, Buchungshinweise. Das Gastgeberverzeichnis ist ein komplexes, mehrstufig strukturiertes Dokument, nicht eine einfache Liste.

Die jährliche Update-Dynamik als Kernproblem

Was das Gastgeberverzeichnis von anderen Katalogen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es fast immer ein jährliches Produkt ist – mit der Anforderung, den Großteil der Daten jedes Jahr zu aktualisieren. Das ist kein Update von 10 oder 20 Prozent der Einträge. Es sind typischerweise 40 bis 70 Prozent der Einträge, die irgendeine Änderung erfahren.

Telefonnummern ändern sich. Betriebe renovieren und fügen Angebote hinzu. Preise werden angepasst. Sterne werden vergeben oder aberkannt. Fotos werden erneuert. Und jedes Jahr gibt es neue Betriebe, die aufgenommen werden wollen, und bestehende Betriebe, die das Programm verlassen.

Diese Dynamik macht das Gastgeberverzeichnis zu einem Produkt, das nicht einmal aufgebaut und dann modifiziert wird – sondern das jedes Jahr praktisch neu befüllt werden muss, auch wenn die Grundstruktur bleibt.


Von der Unterkunftsdatenbank zur Druckvorlage: Was dabei passiert

In den meisten Tourismusorganisationen und kommunalen Touristikbetrieben gibt es eine Unterkunftsdatenbank – oft als eigenes System (Reservix, Feratel, TOMAS oder ähnliche), manchmal als selbst gepflegte Datenbank, manchmal als Excel-basierte Lösung. Diese Datenbank ist die primäre Quelle für das Gastgeberverzeichnis.

Der Weg von der Datenbank zur Druckvorlage

Die Übertragung von der Datenbank zur Druckvorlage ist der kritische Prozessschritt, an dem die meisten Probleme entstehen. In der manuellen Variante funktioniert das so: Die Daten werden in irgendeinem Format aus der Datenbank exportiert (Excel, CSV, manchmal PDF), und dann werden sie von einem Layouter in die InDesign-Vorlage übertragen.

Das klingt nach einer einmaligen Tätigkeit. In der Praxis ist es eine fehlerträchtige Dauertätigkeit. Weil Daten selten in einem sauberen, vollständigen Zustand aus der Datenbank kommen. Weil es nach dem ersten Export noch Nachträge gibt. Weil Betriebe ihre Änderungen zu spät einreichen. Weil sich herausstellt, dass ein Foto fehlt oder die falsche Auflösung hat. Weil der Layouter beim manuellen Eintippen einen Tippfehler macht.

Jede dieser Unterbrechungen – und sie kommen in jedem Verzeichnis-Projekt – bedeutet in der manuellen Variante einen erneuten manuellen Eingriff in das Layout. Das ist nicht nur zeitaufwändig. Es erhöht das Fehlerrisiko für den Rest des Dokuments, weil manuelle Korrekturen in fortgeschrittenen Layoutstadien oft unbeabsichtigte Folgewirkungen haben.

Was ein XML-basierter Workflow anders macht

In einem XML-basierten Workflow ist der Prozess strukturell anders. Die Unterkunftsdatenbank exportiert die Daten in einem definierten XML-Format. Dieser Export erfolgt nach einem festgelegten Schema, das mit dem Dienstleister vorab abgestimmt wurde: Welche Felder in welcher Reihenfolge, mit welchen Wertebereichen, in welchem Zeichensatz.

Diese XML-Datei wird in die InDesign-Vorlage eingespeist – nicht von Hand, sondern über einen automatisierten Importprozess, der die Feldinhalte den richtigen Textrahmem und Formatierungen zuordnet. Ein Betriebsname aus dem Feld „BetriebName“ erscheint automatisch in der Schriftart, dem Schnitt und der Größe, die die Vorlage für Betriebsnamen definiert. Eine Telefonnummer aus dem Feld „Telefon“ wird automatisch im richtigen Format formatiert und an der richtigen Position platziert.

Wenn nach dem ersten Einspielen Nachträge kommen – und sie kommen immer – wird der Export aus der Datenbank wiederholt und erneut eingespeist. Die aktualisierten Daten werden im Layout übernommen, ohne dass jemand manuell eingreifen muss. Die Konsistenz bleibt erhalten.

Die technischen Details dieses Prozesses – XML-Mapping, Datenvalidierung, Umgang mit Sonderfällen – sind in unserem Artikel Dateneinspielen und Druckdaten: Was beim Katalog-Workflow wirklich zählt ausführlich beschrieben.


Einheitlichkeit im Verzeichnis: Warum das schwerer ist als es aussieht

Das vielleicht unterschätzte Qualitätsmerkmal eines professionellen Gastgeberverzeichnisses ist die Einheitlichkeit. Nicht Uniformität – die Einträge können und sollen sich voneinander unterscheiden, schon allein weil die Betriebe unterschiedliche Kategorien, Größen und Merkmale haben. Aber Einheitlichkeit in der typografischen Behandlung, in der Bildgestaltung, in der Verwendung von Icons und Symbolen, in der Anordnung der Informationen.

Warum Einheitlichkeit ein Qualitätssignal ist

Leser eines Gastgeberverzeichnisses verlassen sich auf seine interne Konsistenz. Wenn das Drei-Sterne-Symbol mal an Position A und mal an Position B steht, muss der Leser suchen. Wenn Telefonnummern mal mit Vorwahl, mal ohne, mal mit Leerzeichen, mal mit Bindestrich formatiert sind, entsteht Unsicherheit. Wenn manche Einträge ein Foto haben und andere nicht – und das nicht kategorial begründet ist, sondern durch Produktionszufall entstand – wird das als Qualitätsmängel wahrgenommen.

Einheitlichkeit ist auch ein Signal für Professionalität. Ein Verzeichnis, das einheitlich wirkt, kommuniziert: Diese Organisation hat die Übersicht. Sie pflegt ihre Daten. Sie stellt an ihre Mitglieder und Angebote professionelle Qualitätsstandards.

Warum Einheitlichkeit in der Praxis schwer zu erreichen ist

In manuellen Produktionsprozessen ist Einheitlichkeit eine Daueraufgabe. Jeder manuelle Eingriff ist eine Gelegenheit, gegen die definierten Formatierungsregeln zu verstoßen. Ein Layouter, der unter Zeitdruck arbeitet, passt einen Textrahmen manuell an – und vergisst dabei, dass die automatische Formatierungsregel damit aufgehoben wird. Verschiedene Personen arbeiten an verschiedenen Teilen des Verzeichnisses – mit leicht unterschiedlichen Interpretationen der Stilrichtlinien.

Im automatisierten Workflow sind die Formatierungsregeln im Template kodiert. Sie werden für jeden Eintrag gleich angewendet, unabhängig davon, wer das Einspielen durchführt und unter welchem Zeitdruck. Das ist der strukturelle Vorteil: Einheitlichkeit ist nicht das Ergebnis disziplinierter manueller Arbeit, sondern ein Systemresultat.


Bildmaterial im Gastgeberverzeichnis: Der größte Qualitätshebel

Vorher-Nachher: Unterkunftsfoto vor und nach professioneller Bildbearbeitung
Einheitliche Bildqualität im Gastgeberverzeichnis: Professionelle Bearbeitung macht den Unterschied zwischen ordentlich und überzeugend.

Wenn man Leser fragt, was sie bei der Wahl einer Unterkunft am meisten beeinflusst, steht das Foto fast immer an erster oder zweiter Stelle. Das Gastgeberverzeichnis ist für viele Urlauber und Geschäftsreisende ein wichtiger Touchpoint im Entscheidungsprozess – und das Bildmaterial ist der stärkste Faktor für den ersten Eindruck.

Die Realität des angelieferten Bildmaterials

Das Problem ist bekannt und tritt in jedem Gastgeberverzeichnis-Projekt auf: Die angelieferten Fotos der Betriebe sind in Qualität und Format extrem heterogen.

Ein Hotel der gehobenen Kategorie liefert professionelle Architekturfotos in hoher Auflösung, korrekt beleuchtet und in einem konsistenten Stil. Eine kleine Ferienwohnung liefert ein Smartphone-Foto, das mit falschem Weißabgleich, zu geringer Auflösung und einer verzerrenden Weitwinkeloptik aufgenommen wurde. Eine Pension sendet ein gescanntes Foto aus dem Jahr 2009.

Und ein Stadtmarketing, das Hunderte solcher Bilder einsammelt und in einem Verzeichnis nebeneinander präsentieren möchte, steht vor einer Herausforderung, die sich nicht durch guten Willen allein lösen lässt: Die Qualitätsunterschiede zwischen den Bildern sind größer als das, was vertretbare visuelle Einheitlichkeit erlaubt.

Was professionelle Bildaufbereitung hier leisten kann

Professionelle Bildbearbeitung im Kontext eines Gastgeberverzeichnisses bedeutet nicht, Smartphone-Fotos in Hochglanzaufnahmen zu verwandeln. Das ist nicht möglich, und es wäre auch nicht das Ziel. Was möglich ist, und was einen erheblichen Qualitätsunterschied macht:

Technische Mindeststandards sichern: Alle Bilder werden auf die korrekte Ausgabeauflösung für den Druck gebracht. Bilder, die für die Druckgröße zu niedrig aufgelöst sind, werden identifiziert und entweder durch bessere Versionen ersetzt (falls vorhanden) oder als Problemfall markiert.

Farbkorrekturen für CMYK: RGB-Bilder werden für den CMYK-Druck konvertiert – und dabei auf einen einheitlichen Tonwertbereich gebracht. Das bedeutet: Ein Foto, das zu dunkel aufgenommen wurde, wird aufgehellt. Ein Foto mit starkem Farbstich wird korrigiert. Das Ergebnis ist nicht, dass alle Fotos gleich aussehen – aber sie passen alle in denselben visuellen Rahmen.

Weißabgleich und Stimmung: Bilder mit stark unterschiedlichem Weißabgleich (manche warm, manche kühl, manche mit grünem Stich vom Kunstlicht) werden angepasst, um einen einheitlicheren Gesamteindruck zu erzeugen.

Freistellungen und Bildauschnitte: Wo immer sinnvoll, werden Bilder so beschnitten, dass das Motiv optimal in den vorgesehenen Bildrahmen passt – was bei automatisch platzierten Bildern aus einem Template nicht immer optimal passt.

Mehr zur professionellen Bildbearbeitung im Druckkontext lesen Sie in unserem Artikel Bildbearbeitung im Katalog: Warum Bildqualität über Erfolg entscheidet.

Wenn kein Foto vorhanden ist

Ein häufiger Sonderfall im Gastgeberverzeichnis: Ein Betrieb, der im Verzeichnis aufgeführt werden soll, hat kein geeignetes Foto. Kein aktuelles, kein ausreichend aufgelöstes, manchmal gar keines.

Für diese Fälle gibt es verschiedene Lösungsansätze, die je nach Situation und redaktioneller Richtlinie der Tourismusorganisation unterschiedlich gehandhabt werden. Manche Organisationen entscheiden, dass Einträge ohne geeignetes Foto nur als Texteintrag erscheinen – was ein eigenes Template-Element erfordert. Andere verwenden ein standardisiertes Platzhalterbild. Wieder andere nehmen solche Betriebe nicht ins Verzeichnis auf.

All diese Regeln müssen im Workflow-Setup definiert sein – und ein erfahrener Dienstleister bringt aus vergleichbaren Projekten die Erfahrung mit, was in der Praxis funktioniert und was nicht.


Saisonstart-Druck: Wenn das Verzeichnis pünktlich erscheinen muss

Wer noch nie an einem Gastgeberverzeichnis-Projekt teilgenommen hat, unterschätzt möglicherweise, wie hart die Deadline ist. Für eine Tourismusorganisation, die ihr Verzeichnis zum 1. März haben muss, damit es rechtzeitig für die Osterreisesaison in Umlauf kommt, ist ein Verzug keine Option mit Konsequenzen, die sich wegdiskutieren lassen. Der Verzeichnis-Druck ist dann einfach nicht da. Die Broschüren in der Tourist-Information sind leer. Die Reisebüros haben nichts zu verteilen.

Der typische Zeitplan – und wo er komprimiert wird

Realistisch betrachtet sieht der Produktionsprozess eines Gastgeberverzeichnisses für die Frühjahrssaison oft so aus: Im Herbst werden die Betriebe aufgefordert, ihre Daten zu aktualisieren. Die Rückmeldequote in den ersten Wochen ist niedrig – viele Betriebe melden sich erst, wenn eine Nachfassaktion stattfindet. Im Januar sind die meisten Daten eingegangen, aber nicht alle. Im Februar ist die Datenlage „gut genug“, um die Produktion zu starten – mit dem Wissen, dass noch Nachträge kommen werden. Anfang März muss das Verzeichnis in der Druckerei liegen.

Das ist ein Zeitfenster von vier bis sechs Wochen für die eigentliche Produktion – mit unvollständiger Datenlage zu Beginn und garantierten Nachträgen mittendrin. In einem manuellen Prozess ist das eine Hochstress-Situation. In einem automatisierten Workflow ist es eine handhabbare Herausforderung: Die Grundstruktur des Verzeichnisses kann früh generiert werden, und Nachträge werden eingearbeitet, ohne den Gesamtfortschritt zu gefährden.

Druckdaten-Abgabe und Druckzeit

Ein Aspekt, der in der Diskussion über Timing oft vergessen wird: Zwischen druckfertiger PDF und fertigem Printprodukt liegen Druckzeit, Bindung und Lieferung. Je nach Umfang und Auflage dauert das eine bis drei Wochen. Das bedeutet, dass die druckfertigen Daten noch früher vorliegen müssen als das Erscheinungsdatum vermuten lässt.

Ein erfahrener Dienstleister plant diese Puffer von vornherein ein und koordiniert die Übergabe an die Druckerei. Das ist Teil des integrierten Workflows, der bei F&W Perfect Image zur automatisierten Katalogproduktion gehört.


Sonderfälle: Neue Betriebe, fehlende Daten, nachträgliche Korrekturen

Projektmanagement-Board mit Unterkunfts-Einträgen in verschiedenen Bearbeitungsstatus
Sonderfälle im Gastgeberverzeichnis: Ein erfahrener Dienstleister hat für jeden Ausnahmefall einen Prozess.

Kein Gastgeberverzeichnis-Projekt verläuft so glatt, dass es keine Sonderfälle gibt. Die Sonderfälle zu managen ist einer der Bereiche, in denen Erfahrung den Unterschied macht.

Neue Betriebe im laufenden Prozess

Neue Betriebe, die während der Produktion aufgenommen werden sollen, sind ein Klassiker. Sie liefern ihre Daten später als alle anderen, haben manchmal noch keine Kategorisierung, manchmal noch kein Foto. In einem manuellen Prozess ist ein neuer Betrieb, der zwei Wochen vor Druckabgabe aufgenommen werden soll, eine erhebliche Belastung für den Layouter.

In einem automatisierten Workflow ist ein neuer Betrieb schlicht ein neuer Datensatz in der XML-Datei. Er wird beim nächsten Einspielen automatisch an der richtigen Stelle (alphabetisch oder regional oder kategoriemäßig, je nach Verzeichnislogik) platziert. Was bleibt, ist die Prüfung, ob seine Daten vollständig und sein Foto druckgeeignet ist – das ist Qualitätssicherung, keine Layoutarbeit.

Fehlende Daten und Lückenfüller

Fehlende Daten sind unvermeidlich. Ein Betrieb, der seit Jahren im Verzeichnis ist, hat plötzlich eine neue E-Mail-Adresse, aber vergessen, die Öffnungszeiten zu aktualisieren. Ein anderer liefert alle Pflichtfelder, aber das Foto fehlt.

Wie damit umzugehen ist, muss vorab geregelt sein. Der Workflow muss definieren: Was passiert, wenn ein Pflichtfeld fehlt? Wird der Eintrag trotzdem platziert (mit einem sichtbaren Fehler-Marker für die Redaktion)? Wird er aus dem Einspielen ausgeschlossen? Wird ein Standardwert eingetragen?

Diese Regeln sind nicht trivial – sie hängen von der redaktionellen Politik der Tourismusorganisation ab. Ein Dienstleister, der nur die technische Seite kennt, kann diese Entscheidung nicht treffen. Ein erfahrener Dienstleister moderiert diese Klärung im Vorfeld und stellt sicher, dass sie vor dem ersten Einspielen getroffen sind, nicht hinterher.

Nachträgliche Korrekturen nach dem Druck

Manchmal passiert es, trotz aller Sorgfalt: Ein Fehler wird erst nach dem Druck entdeckt. Eine Telefonnummer ist falsch. Ein Hotel, das aufgenommen wurde, hat kurzfristig geschlossen. Ein Preis hat sich nach dem Redaktionsschluss nochmals geändert.

In gedruckten Produkten ist die Fehlerbehebung immer aufwändig und teuer. Was ein professioneller Workflow leistet, ist nicht die Nullstellung des Fehlerrisikos – das ist nicht möglich. Was er leistet, ist die dramatische Reduktion der Fehlerwahrscheinlichkeit durch konsistente, geprüfte Datenübertragung. Und er stellt sicher, dass für das nächste Verzeichnis die Korrektur sauber in die Datenbank eingepflegt wird – und beim nächsten Einspielen automatisch korrekt erscheint.


Was Tourismusorganisationen von F&W Perfect Image erwarten können

F&W Perfect Image ist kein generischer Druckdienstleister, der Verzeichnisse als eine von vielen Produktkategorien behandelt. Die Produktionserfahrung mit Gastgeberverzeichnissen für Tourismusorganisationen, Kurverwaltungen und kommunale Stadtmarketing-Betriebe ist ein konkretes Kompetenzfeld.

Was das im Konkreten bedeutet

Beratung vor dem Projekt: Bevor die eigentliche Produktion beginnt, steht eine Analyse der vorhandenen Datenlage. Welches System wird für die Unterkunftsdatenbank genutzt? In welchem Format können die Daten exportiert werden? Was sind die typischen Qualitätsprobleme bei den angelieferten Bildern? Welche Sonderfälle sind aus Vorjahren bekannt?

Diese Analyse ist kein bürokratischer Schritt – sie ist die Grundlage dafür, dass der Produktionsprozess später ohne böse Überraschungen funktioniert.

Template-Entwicklung mit Flexibilität: Die Templates für ein Gastgeberverzeichnis müssen sowohl strikt genug sein, um Einheitlichkeit zu gewährleisten, als auch flexibel genug, um mit verschiedenen Eintragstypen (Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze) und verschiedenen Datenvollständigkeiten umzugehen. Diese Balance ist eine Designentscheidung, die Erfahrung erfordert.

Integrierte Bildbearbeitung: Die Bildaufbereitung für ein Gastgeberverzeichnis mit 500 oder mehr Einträgen ist keine triviale Aufgabe. Sie erfordert ein systematisches Qualitätsprüfungsprotokoll, effiziente Bearbeitungsprozesse und klare Entscheidungsregeln für Grenzfälle. Das Bildbearbeitungsteam von F&W Perfect Image ist in den Gesamtworkflow integriert – nicht als separater Dienstleister, sondern als Teil des Produktionsprozesses.

Druckvorstufe und Lieferung: Am Ende steht die Übergabe druckfertiger Daten an die Druckerei – mit Preflight, Qualitätsprüfung und Koordination mit den Druckterminplänen. Auch das ist Teil des integrierten Services, den F&W Perfect Image bietet.

Langfristige Partnerschaft: Weil das Gastgeberverzeichnis ein jährliches Produkt ist, lohnt es sich, eine langfristige Dienstleisterbeziehung aufzubauen. Der Workflow-Setup, der im ersten Jahr erstellt wird, wird in den Folgejahren verfeinert und verbessert. Sonderfälle, die im ersten Jahr aufgetaucht sind, werden für das zweite Jahr mit definierten Regeln abgedeckt. Jedes Jahr wird die Produktion etwas glatter, etwas schneller, etwas weniger fehleranfällig.

Das ist das eigentliche Versprechen einer professionellen Partnerschaft: nicht nur einen Katalog zu produzieren, sondern einen Produktionsprozess zu etablieren, der sich über die Jahre bewährt und verbessert.


Ein Vergleich: Wie viel kostet das wirklich?

Tourismusorganisationen sind häufig kommunale oder gemeinnützige Betriebe mit überschaubaren Budgets. Die Frage nach den Kosten eines automatisierten Verzeichnis-Workflows stellt sich deshalb fast immer.

Die ehrliche Antwort: Der Umstieg auf einen automatisierten Workflow ist im ersten Jahr teurer als die Fortsetzung manueller Prozesse. Das Setup – Analyse, Template-Entwicklung, Mapping, Tests – kostet einmaligen Aufwand, der sich im ersten Produktionszyklus nicht vollständig amortisiert.

Ab dem zweiten Jahr sieht die Kalkulation deutlich anders aus. Der Setup ist abgeschlossen. Das Einspielen der aktualisierten Daten geht erheblich schneller. Die Bildbearbeitung ist systematisiert. Die Fehlerquote sinkt. Die Produktionszeit verkürzt sich.

Und über drei bis fünf Jahre betrachtet – was der realistische Betrachtungszeitraum für ein jährlich erscheinendes Verzeichnis ist – ist die automatisierte Variante in nahezu allen Fällen günstiger als manuelle Produktion. Nicht nur in direkten Produktionskosten, sondern auch in den vermiedenen Kosten von Fehlern, Korrekturrunden und Zeitdruck-Schäden.

Wenn Sie als Tourismusorganisation wissen möchten, wie sich das für Ihr konkretes Verzeichnis-Projekt darstellt, sprechen Sie mit F&W Perfect Image. Wir geben Ihnen auf Basis Ihrer Datenlage eine konkrete Einschätzung – ohne Standardangebote, ohne theoretische Modellrechnungen.

Weiterführend empfehlen wir die Artikel Automatisierte Katalogproduktion: Der Business Case und Bildbearbeitung im Katalog, sowie die Wissens-Übersicht für alle Themen rund um professionelle Katalog- und Printproduktion.

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